Therapie 2017-11-13T11:40:12+00:00

THERAPIE

  • SpineMED

    Warum treten Rücken- und Nackenschmerzen so häufig auf?

    Rücken- und Nackenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem bei vielen Menschen. In Deutschland klagen 80 % der Menschen mindestens ein Mal im Leben über Rückenbeschwerden. Statistisch gesehen haben permanent 27 bis 40 % der Deutschen Rückenschmerzen. Die Folge von Wirbelsäulenbeschwerden sind oft neben quälenden Schmerzen ein Verlust an Aktivität und Lebensqualität. Nicht selten führt dies zu Beeinträchtigungen im sowohl privaten als auch beruflichen Umfeld.

    Die Wirbelsäule muss verschiedene mechanische Funktionen erfüllen. Auf der einen Seite muss sie genügend Stabilität besitzen, um eine aufrechte Körperhaltung zu gewährleisten – auf der anderen Seite aber auch genügend Flexibilität aufweisen, um ausreichend bewegen zu können (wie Bücken und Drehen). Diese Voraussetzungen sind mechanisch sehr anspruchsvoll und erhöhen damit die Verletzungsanfälligkeit der Wirbelsäule.

    Die Wirbelsäule besteht von der Hals- bis zur Lendenwirbelsäule aus 24 Wirbelkörpern, welche durch Gelenke, Bänder, Muskeln und Faszien zusammengehalten werden. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befindet sich die Bandscheibe, welche wie ein Puffer fungiert und mechanischen Druck entlang der Wirbelsäule absorbiert.

    Die Bandscheibe selbst besteht aus einem gallertartigen Kern, dem sogenannten Nukleus, der von mehreren Lagen eines faserigen Bindegewebes, dem sogenannten Annulus, umgeben ist. Die Bandscheibe besitzt keine eigene Blutversorgung und die Zufuhr von Flüssigkeit, Nährstoffen und Sauerstoff basiert auf dem Prozess der Diffusion aus den angrenzenden Wirbelkörpern. Dieser Vorgang hängt größtenteils vom Druckunterschied zwischen dem Bandscheibeninneren und dem angrenzenden Wirbelkörper bzw. dessen versorgenden Blutgefäßen ab.

    Dies ist auch der Grund, warum die Bandscheibenregeneration (wie Versorgung und Ernährung) hauptsächlich in liegender und ruhender Körperhaltung, also wenn der Bandscheibendruck (intradiskale Druck) gering ist, stattfindet. Grundsätzlich ist dieser Prozess der Regeneration sehr begrenzt und mit zunehmendem Alter kommt es sehr häufig zu Verschleiß und Abnützungserscheinungen und damit einhergehend zu Schmerzen und Beschwerden.

    Unsere Wirbelsäule wird jeden Tag durch zu langes Sitzen, einseitiges Belasten, sowie Bücken und Heben stark beansprucht. Sich wiederholende Überbelastungen respektive einseitige Belastungen können den Faserring der Bandscheibe (Annulus) verletzen. Bei hohem bzw. zunehmendem intradiskalen Druck kann dies zu einem Herausquellen des Bandscheibenmaterials (Bandscheibenvorwölbung) führen und bei größeren Verletzungen des Faserrings sogar zu einer Bandscheibenperforation und damit einhergehend zu einem Heraustreten der gallertartigen Masse (Bandscheibenvorfall oder Hernia Nukleus Pulposus). Dies wiederum kann eine Einklemmung des Spinalnervs, der Nervenwurzel und/oder anderer sensibler Strukturen zur Folge haben, wodurch starke Schmerzen, Sensibilitätsstörungen (z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl) und eventuell sogar motorische Ausfallserscheinungen auftreten können (z.B. Kraftverlust).

    Wie ist der Wirkungsmechanismus?
    Verletzte oder beschädigte Bandscheiben heilen nur sehr langsam, da der Diskus einer ständigen Druckbelastung ausgesetzt ist. Das Verfahren der spinalen Dekompression ist eine Behandlungsmethode, bei der der intradiskale Druck verringert wird, dadurch die Diffusion von Flüssigkeit, Nährstoff en und Sauerstoff aus der Umgebung unterstützt wird und der Diskus die Möglichkeit erhält, sich zu regenerieren, zu rehydrieren – und sich in seine ursprüngliche Position zurückzuziehen (Re-Positionierung).

    Die SpineMED® Methode
    Das Verfahren der spinalen Dekompression ist eine in den USA zwischenzeitlich weit verbreitete und sehr erfolgreiche Behandlungsmethode (ca. 3000 Geräte in den USA) zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen, insbesondere Bandscheibenvorfällen. Dr. Chen in Kronberg führte 2009 als erster Mediziner in Deutschland das SpineMED-System ein.

    Bei der Behandlung von sowohl Hals- als auch Lendenwirbelsäule liegt der Patient bequem auf dem sogenannten SpineMED® Table – einer Art Behandlungsliege (ein Entkleiden ist nur teilweise notwendig).

    Für lumbale Behandlungen (Lendenwirbelsäule) wird das Becken mittels Fixatoren (patentgeschützt) mechanisch fixiert und der Oberkörper wird durch ein komfortables und sicheres Gurtsystem, welches am unbeweglichen Teil des SpineMED® Table verankert ist, gehalten.

    Das Becken kann vor Beginn der Behandlung computergesteuert in eine gewünschte Neigung (Winkel) gebracht werden, um auf diese Weise eine spezielle Wirbelsäulenregion gezielt anzusprechen (beispielsweise L5/S1).

    Im Anschluss kann mittels einer exakten, schmerzfreien und computerkontrollierten Distraktionkraft (Zugspannung) ein bestimmter Zwischenwirbelraum sanft gedehnt werden. Bei der Behandlung von Patienten mit Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule wird zuerst
    der zervikale Applikator des Geräts in die gewünschte Position, respektive den gewünschten Winkel, gebracht. Anschließend legt sich der Patient
    auf den SpineMED® Table und sein Kopf wird in die Haltevorrichtung des zervikalen Applikators gebracht. Die zervikalen Fixatoren (patentgeschützt) helfen hierbei den Kopf des Patienten im Bereich des Hinterkopfes optimal und sicher zu fixieren und ermöglichen dadurch eine kontrollierte Distraktion. Ist die SpineMED® Dekompressionsbehandlung die geeignete Methode für mich?

    Es hat sich gezeigt, dass das Verfahren der spinalen Dekompression auf dem SpineMED® Table ein sehr erfolgreiches Verfahren darstellt
    und als Alternative zu einem operativen Eingriff anzusehen ist. Zudem ist eine 100%ige Sicherheit gewährleistet und Nebenwirkungen sind
    nicht bekannt. Voraussetzung für die Behandlung mittels spinaler Dekompression ist eine Eingangsuntersuchung, die exakte Erörterung der Beschwerden und das Besprechen eventueller Kontraindikationen. Das Verfahren ist nicht geeignet bei Patienten mit starker Osteoporose, Spondylolisthesis Grad 2 und mehr, Frakturen, Tumore im Bereich der Wirbelsäule und bei Patienten mit angeborenen Wirbelsäulendefekten. Auch nach Wirbelsäulenoperationen kann die Methode angewandt werden, jedoch dürfen sich keine Metallimplantate in der Wirbelsäule des Patienten befinden.

    Sicher, schmerzfrei und komfortabel
    • Nicht-operatives, schmerzfreies und sicheres Verfahren
    • Bereits seit vielen Jahren erfolgreich angewandt – jetzt auch in Deutschland
    • Ganzheitliche Behandlungsmethode (die Selbstheilung des Körpers wird stimuliert)
    • Überschaubare Behandlungsserie (durchschnittlich 25 Behandlungen) und akzeptabler Zeitaufwand
    (45 Minuten pro Sitzung)
    • Ideal bei:
    o Bandscheibenvorwölbung / -vorfall
    o Diskusdegeneration (Verschleiß)
    o Ischialgie und Radikulopathie
    o Facettengelenkssyndrom
    o Spinalkanalstenose
    o Prä-/postoperativ

    Die Gesamtkosten betragen bei der LWS-Behandlung 80,53 Euro je Sitzung, bei der HWS-Behandlung 76,34 Euro je Sitzung.

    ÜBERWASSERMASSAGE

    Wellsystem Medical Überwasserdruckmassagesystem Wellsystem Medical ist die technische Weiterentwicklung des bekannten und seit 1992 in der Praxis bewährten Hydrojets. Rücken- und Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, muskuläre Dysbalancen, stressbedingte muskuläre Anspannungen, zervikale Migräne – das sind häufig anzutreffende und oft chronifizierte Beschwerdebilder.

    Wellsystem Medical verbindet die sanfte Kraft des Wassers mit wohltuender Wärme zu einem einzigartigen Therapiekonzept mit einer Vielzahl positiver Effekte. Wellsystem Medical ist mit ca. 300 Litern Wasser gefüllt, das auf angenehme 25 bis 40 °C angewärmt werden kann.

    Die Massage-Düsen sprudeln mit stufenlos regulierbarem Druck in gleichmäßigen Bewegungen gegen die Unterseite der Naturkautschuk-Liegefläche. Druckstärke, Massagebereiche, Massagearten und Massagezeiten können für jede Anwendung individuell reguliert werden. Die Bedienung erfolgt über ein Bedienelement mit Soft-Touch-Tastatur. Selbst erklärende Piktogramme machen die Anwendung ganz einfach und intuitiv.

    Bei Wellsystem Medical bewegen sich die Düsen bogenförmig von Kopf bis Fuß oder in einem individuell eingestellten Massagebereich (Spiegelbild-Massage). Die Impulsmassage ist zuschaltbar. Der Patient liegt bekleidet auf der Liege.

    Insbesondere vor der täglichen Anwendung des SpineMED-Dekompressionssystems kommt das Wellsystem Medical Überwassermassagegerät zum Einsatz. Die Auflockerung der Muskulatur und Weichteile vorab begünstigt bessere dynamische Dekompressionseffekte durch das SpineMED-System. Sie wird von Patienten im Allgemeinen als sehr angenehm und entspannend empfunden.

    AKUPUNKTUR

    Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Der chinesische Historiker Sima Qian erwähnt in seinen Aufzeichnungen erstmals Steinnadeln. Die älteste Sammlung chinesischer medizinischer Schriften Innere Klassiker des Gelben Kaisers (Huangdi Neijing) aus der Zeit zwischen 200 Jahre vor und nach der Zeitenwende integriert die Aku-Moxi-Therapie in die damalige Medizin und
    beschreibt verschiedene Nadeln (aus Metall), Stichtechniken, Indikationen für die Anwendung bestimmter Punkte. In diesem Werk sind 160 Punkte beschrieben.

    Das erste eindeutig datierbare Werk über Akupunktur ist Der Systematische Aku-Moxi-Klassiker (Zhenjiu jiayijing) von Huangfu Mi (215–282). Darin werden eine klare Terminologie, eine Topologie von 349 Akupunkturpunkten und systematische Hinweise auf deren Wirkung beschrieben. Weitere bedeutsame Schriften sind die Erläuterungen der 14 Hauptleitbahnen von Hua Boren (1341), die Untersuchungen über die acht unpaarigen Leitbahnen von Li Shizhen (1518–1593), sowie die Summe der Aku-Moxi-Therapie von Yang Jizhon (1601).

    Schon im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert erwähnten portugiesische Jesuiten in Briefen aus Japan das Brennen mit Moxa und die Nadeltherapie. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Akupunktur in Europa besonders durch zwei Ärzte der Niederländischen Ostindien-Kompanie bekannt gemacht: Willem ten Rhijne und Engelbert Kaempfer. Eine Übernahme dieser Therapieformen in die europäische medizinische Praxis jedoch wurde zunächst vehement abgelehnt.

    Die erste bekannte Akupunkturbehandlung in Europa führte 1810 der Arzt Louis Berlioz, der Vater des Komponisten Hector Berlioz aus. Er berichtete darüber in einer 1816 erschienenen Preisschrift. Ab 1819 – schwerpunktmäßig um 1825 unter Jules Cloque – ausklingend in den 1830er Jahren – wurde die Akupunktur in Frankreich zu einer häufig angewendeten Therapieform, ja Modetherapie. Die französische Praxis wurde in England 1821 durch den Arzt James Morss Churchill aufgegriffen. 1825 begleitete Johann Wilhelm von Wiebel seinen König Friedrich Wilhelm IV. auf einem Staatsbesuch in Paris und rapportierte
    über seine Eindrücke aus der Pariser Akupunkturpraxis. Auch in den USA schrieben Ärzte ab 1825 über eigene Erfahrungen, die sie nach französischem und englischem Vorbild mit der Akupunktur gemacht hatten.

    Weltweit großes Aufsehen und heftige Debatten erregte die während der frühen siebziger Jahre in China vorgenommene Anästhesierung durch Akupunktur. Nach dem Vietnamkrieg zog das US-Militär Erkundigungen ein über den Nutzen der Akupunktur-Anästhesie. Noch heute finanziert das US-Militär Akupunkturstudien.

    Große Teile der traditionellen chinesischen Medizin einschließlich der Akupunktur sind in China bis heute neben der nach westlichen Normen betriebenen Medizin weit verbreitet und ins universitäre Bildungssystem integriert.

    Konzept der Akupunktur nach der traditionellen chinesischen Medizin
    Der Pericard-Meridian (Herzbeutelmeridian/Kreislaufmeridian); Akupunktur in der Ming-Dynastie (1368–1644). Bibliothèque Nationale de France, Paris.
    Die Akupunktur basiert auf der Lehre von Yin und Yang, die später durch die Fünf-Elemente-Lehre und der Lehre von den Meridianen ergänzt wurde. Sie verwendet drei Verfahren:

    1. Einstechen von Nadeln in die Akupunkturpunkte
    2. Erwärmen der Punkte (Moxibustion)
    3. Massage der Punkte (Tuina, Akupressur)

    In der Akupunktur werden rund 400 Akupunkturpunkte benutzt, die auf den so genannten Meridianen liegen. Zur Vereinfachung wurde das heute gängige Modell von zwölf Hauptmeridianen, die jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, eingeführt. Acht Extrameridiane und eine Reihe von sogenannten Extrapunkten ergänzen dieses Modell. Nach dem Modell der Traditionellen chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebensenergie) beeinflusst.

    Die Akupunktur gehört nach diesem Verständnis zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Da die von der traditionellen chinesischen Medizin angenommenen Wirkmechanismen wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden konnten, diese sogar etablierten Erkenntnissen über Funktion und Aufbau des menschlichen Körpers widersprechen, und sich auch kein anderer Wirkmechanismus nachweisen lässt, wird für die Wirksamkeit häufig der Placebo-Effekt verantwortlich gemacht. Diese und ähnliche Ergebnisse aus anderen Bereichen der Alternativmedizin haben zu einer verstärkten Diskussion darüber geführt, wie sich der Effekt auch in der konventionellen Medizin besser ausnutzen lässt. Scheinakupunktur ist jedoch kein klassisches Placebo.

    Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur, bei der die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen oder auch mit Hilfe von Werkzeugen massiert werden, weshalb die Akupressur auch als eine nicht-invasive Form der Akupunktur betrachtet werden kann.

    Aus der Sicht der Naturwissenschaft beruht das Wirkungsprinzip der Akupunktur auf der Reizung bestimmter Körperpunkte, wodurch möglicherweise Einfluss auf die Regulation des Körpers genommen wird. Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass durch periphere Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte vermehrt Endorphine im Bereich des Mittelhirns ausgeschüttet werden.

    Heutzutage geht man davon aus, dass das Molekül Adenosin für die Wirkung der Akupunkturnadeln eine wichtige Rolle spielt. 2010 berichtet US-Neurowissenschaftler von der University of Rochester im Bundesstaat New York in Nature Neuroscience, dass in unmittelbarer Nähe der Nadelstiche der Adenosin-Level im Gewebe um das Mehrfache gestiegen war. Was genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist noch nicht aufgeklärt.

    MAGNETFELDTHERAPIE

    Geschichte
    Befürworter gehen davon aus, dass bereits vor ca. 2000 Jahren bei den chinesischen Medizinern ein Einsatz magnetischer Steine zur Unterstützung der Heilung üblich war. Hippokrates beschrieb den Einsatz magnetischer Steine. Auch die alte Römer sollen an positive Wirkungen von Magneten geglaubt und die alten Ägypter magnetischen Schmuck zur Stärkung der Gesundheit getragen haben. Im 18. Jahrhundert gelangte der sogenannte animalische Magnetismus des Franz Anton Mesmerin Europa zu einer kurzen Blüte.

    Anwendung
    Je nach Hersteller des Magnetfeldgenerators werden statische oder pulsierende Magnetfelder mit verschiedenen Frequenzen, Intensitäten und Programmen erzeugt. Varianten mit Wechselfeldern werden als Magnetfeldresonanztherapie, Quantronmagnetresonanztherapie und Pulsierende Signaltherapie angeboten. Im Wellnessbereich wird vorwiegend mit statischen Magnetfeldern gearbeitet. Permanentmagneten, die statische Magnetfelder erzeugen, gibt es in Form von Pflastern, Einlegesohlen, Armbändern usw.

    Nach Angaben der Befürworter lassen sich Wundheilungsstörungen, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule sowie Knochenbrüche oder Migräne behandeln.

    Postulierte Wirkung
    Zur Wirkung der Wechselfeld-Magnettherapie vermuten die Befürworter, dass sie die Durchblutung und den Zellstoffwechsel fördert. Magnetische Wechselfelder induzieren im Körper elektrische Spannungen. Diese könnten die chemischen und physikalischen Vorgänge an Zellmembranen beeinflussen. Zellkulturen im Experiment sollen Reaktionen gezeigt haben und die Erregungsleitung an isolierten Nerven sollen im Magnetfeld verändert worden sein. Diese Effekte sollen von der Stärke des Magnetfeldes sowie von Frequenz und Signalform abhängig sein. Die medizinische Wirksamkeit dieses Verfahrens ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

    Quelle: Wikipedia

    EXTRAPORPORALE STOSSWELLE

    Seit 1980 werden Nierensteine mit Stoßwellen erfolgreich behandelt. Stoßwellen sind hochenergetische Druckwellen, die Schallwellen ähnlich sind, sich aber in Energie, Anstiegsund Ausbreitungsgeschwindigkeit erheblich unterscheiden. Dieselben Stoßwellen werden seit 1989 zur Behandlung vo verzögert heilenden Knochenbrüchen (Pseudarthrosen) und mit geringerer Energie bei Sehnenansatzbeschwerden (Tennisellenbogen, Fersensporn, Kalkschulter und etlichen anderen Indikationen) verwendet.

    Ebenso wie in der Urologie werden Schalldruckwellen erzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt (fokussiert) werden. Diese Verdichtung der Stoßwellen kann dann durch rhythmische und wiederkehrende Anwendung zur Zerrüttung eines Festkörpers, beispielsweise einer Verkalkung führen. Die Verkalkung wird durch die Stoßwellenbehandlung zu feinsten Partikeln zerrieben, kann dann vom Körper aufgenommen und auf dem Blutweg abtransportiert und ausgeschieden werden.

    Ursprünglich wurden Stoßwellen durch eine elektrische Funkenentladung unter Wasser erzeugt und mittels eines Halbellipsoiden in das Therapiegebiet fokussiert. Diese Methode der Stoßwellenerzeugung (elektrohydraulische Stoßwellenerzeugung), geht zurück in die 1970er Jahre und ist heute, neben der elektromagnetischen und piezoelektrischen Stoßwellenerzeugung, als ein Standard etabliert.

    Eine andere Methode ist es, Stoßwellen durch die Umkehrung des Piezoelektrischen Effektes (inverser Piezoeffekt) zu erzeugen: Beim Anlegen eines Wechselstroms erzeugen bestimmte Quarzkristalle durch Formveränderungen mechanische Schwingungen. Auf einem konkav gewölbten Träger angeordnete Piezokeramik-Elemente, werden durch einen Hochspannungsimpuls kurzzeitig, zeitgleich im Mikrometerbereich ausgedehnt und erzeugen einen Druckimpuls. Die Piezoelemente sind exakt zum Therapiefokus ausgerichtet. Durch präzise Fokussierung und nichtlineare Ausbreitung des Impulses kommt es durch
    Aufteilung im Behandlungsfokus zur Stoßwellenformierung. Als einziges Stoßwellenerzeugungsprinzip nutzt die Piezo-Stoßwelle somit eine direkte Fokussierung und kommt ohne zusätzlichen Reflektor aus. Diese Technologie ermöglicht eine flache Bauform der Therapiequelle, sowie eine präzise, gut formbare Fokuszone. Konnten bis dato lediglich auf einen Punkt gerichtete oder defokussierte Fokusformen generiert werden kann dieses Erzeugungsprinzips die Form des Schallfeldes/des Fokus auch linienförmig ausprägen.

    Punktförmig fokussierende und linear fokussierende Stoßwelle

    Durchführung
    Die Verkalkung wird mit Röntgendurchleuchtung „geortet“ und dabei der Fokus eingestellt. Der Patient liegt dabei auf einem Untersuchungstisch, die betroffene Körperregion liegt in einem Ausschnitt des Tisches auf einem weichen, halbrunden Kunststoffkissen, das mit Wasser gefüllt ist. Die in dieses Kissen eingeleiteten Stoßwellen, die beispielsweise von halbkreisförmigen angeordneten Piezokristallen oder durch Wellenreflexion an einem Halbellipsoiden eingeleitet werden, setzen sich im wässrigen Medium fort und werden in einem Punkt gebündelt.

    Die Energieverdichtung erfolgt dann im Zentrum der Verkalkung. Andere Körperstrukturen, die sich in der Nähe der Verkalkung befinden (beispielsweise Blutgefäße, Nerven, Sehnen) werden von der Stoßwelle zwar erfasst, aber nicht geschädigt, da sie nicht im Fokus der Stoßwelle liegen. Eine einzige Stoßwelle ist als lauter Ton zu hören und wird als Schlag, etwa wie bei einem kleinen Hammerschlag empfunden. Die Häufigkeit der Stöße beträgt in etwa 60–300 pro Minute, die Stoßstärke kann der Verkalkung angepasst werden.

    Bei oberflächennahen Behandlungen, beispielsweise beim Ulcus cruris, werden die Stoßwellen nicht fokussiert, sondern breitflächig in das Therapiegebiet eingebracht. Dazu bedarf es einer starken Energiequelle, da die gesamte Energie der Stoßwellen auf ein größeres Gebiet verteilt wird und somit schwächer wird. Um die Wirkung jedoch nicht zu verlieren, muss sichergestellt sein, dass im gesamten Therapiegebiet bereits Stoßwellen mit ausreichendem Druck die erkrankten Zellen erreichen können. Neben den defokussierten Stoßwellen kommt hier auch die linear fokussierende Piezo-Stoßwelle zum Einsatz.

    Unerwünschte Nebenwirkungen
    Neben Blutergüssen kann es zu Schwellungen oder oberflächlichen Hauteinblutungen kommen. Seltener wird von einer kurzfristigen Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet berichtet. Bei nicht sachgerechter Handhabung kann es zu Schäden an knöchernen Strukturen, Blutgefäßen, Nerven oder Sehnen mit Früh- und Spätauswirkungen kommen.

    Die während der Behandlung empfundenen Schmerzen werden unterschiedlich stark wahrgenommen, Narkosebereitschaft wird vorgehalten, falls die Schmerzen zu stark werden. Wenn die Anfangsbeschwerden nach drei Sitzungen nicht deutlich besser geworden sind, sollte die Therapie nicht fortgesetzt werden.

    Die ESWT als Therapie von Beschwerden im Bereich der Orthopädie gilt in Deutschland nicht als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten der Behandlung muss der Patient selbst tragen.

    Auch bei der ESWT gibt es Therapieversager und Fälle, bei denen sich die Beschwerden nach der Behandlung verstärken. Es bedarf also einer sorgfältigen Indikationsstellung.

    Quelle: Wikipedia

    LOKALE INFILTRATIONEN

    Injektionsbehandlungen sind gerade in der orthopädischen Schmerztherapie eine häufig angewandte Therapieform. Der Vorteil: Bei einer Injektionstherapie (Injektion = Spritze) können die Medikamente gezielt an einen akuten Schmerz- oder Entzündungsort (Muskeln, Nervenwurzeln, Sehnen und Bänder) und auch direkt in die Gelenke oder Wirbel injiziert werden.

    In Abhängigkeit von der Indikation werden dabei verschiedene Medikamente verwendet. Bei Entzündungen wird häufig das entzündungshemmende Cortison eingesetzt. Bei starken Schmerzen können Anästhetika Verspannungen lösen und so den chronischen Schmerzkreislauf durchbrechen.

    Die Einsatzgebiete der Injektionstherapie sind vielfältig. Behandelt werden können u. a. Erkrankungen wie:

    • Entzündung der Sehnen, des Sehnengleitgewebes oder der Schleimbeutel
    • Tennis- und Golfellenbogen
    • Arthrose
    • Nervenwurzelreizungen
    • Muskelverhärtungen/Triggerpunkte
    • Schmerzen infolge von Haltungsschäden oder wiederkehrenden Blockierungen

    OPERATIONEN

    Außer bei akuten Unfällen, Malignomen oder dramatischen Krankheitsverläufen (z.B. schwerwiegende Lähmungserscheinungen bei Bandscheibenmassenvorfall etc.) sind Operationen in der Regel nicht die erste Wahl der Therapie.

    Nach Ausschöpfung konservativer Behandlungsmaßnahmen und Beschwerdepersistenz kann der operative Eingriff durchaus gerechtfertigt sein.

    Die jeweiligen Details, Möglichkeiten und eventuelle Risiken werden selbstverständlich genauestens mit dem Patienten besprochen, um gemeinsam die optimale Lösung zu finden.

    Operationen werden von unserer Praxis selbst nicht angeboten, jedoch verfügt Dr. Chen über wertvolle Erfahrungswerte, welche Krankheiten von den jeweiligen Spezialisten in der Region und bundesweit am häufigsten mit objektivierbar guten Ergebnissen versorgt werden.

    EMS-TRAINING

    Was ist EMS-Training?
    EMS steht für Elektro-Myo-Stimulation – vereinfacht ist auch oft von Elektromuskelstimulation, Elektrostimulationstraining oder elektrischem Muskelaufbau die Rede.

    Das Prinzip dahinter ist einfach: Bei körperlicher Anstrengung leiten unsere Nerven elektrische Impulse vom Gehirn an unsere Muskeln weiter. Die Muskeln ziehen sich daraufhin zusammen, sie kontrahieren.

    Beim EMS-Training wird die körperliche Anstrengung elektronisch unterstützt: Während kurze Bewegungsübungen durchgeführt werden, wird ein niedriger Stromimpuls von außen zu den Muskeln geschickt, um deren natürliche Kontraktion zu verstärken und sie so zu trainieren.

    EMS: Trainieren unter Strom
    Die stimulierenden Stromimpulse, der sogenannte Reizstrom, stammen beim EMS-Training aus Elektroden, die in eine spezielle Funktionskleidung eingearbeitet sind. Diese Kleidung besteht in der Regel aus einem enganliegenden Ganzkörperanzug, der zur besseren Leitfähigkeit mit Wasser eingesprüht wird, sowie einer Weste, einem Hüftgurt und Manschetten an Armen und Beinen, in denen die Elektroden sitzen.

    Verkabelt ist diese Kleidung mit einem Gerät, das die Stromimpulse erzeugt. Dabei kann jede Muskelgruppe einzeln über Regler angesteuert werden. Je nach Gerät sind das zum Beispiel:

    • Brust
    • Bauch
    • Rücken
    • Schultern
    • Po
    • Arme
    • Beine

    Erfolge in der Physiotherapie
    Ihren Ursprung hat die elektrische Muskelstimulation in der Physiotherapie. Dort wird Reizstrom seit vielen Jahren eingesetzt, um – beispielsweise nach einer Verletzung oder einer Knie-OP – gezielt die Muskeln wiederaufzubauen oder einem Muskelschwund vorzubeugen.

    Dafür werden allerdings keine speziellen Anzüge benötigt, sondern Elektroden an der entsprechenden Stelle einzeln auf die Haut geklebt. Als kurzzeitige Reha-Maßnahme zum Muskelaufbau hat EMS bereits gute Erfolge erzielt.

    Wirkung auf die Muskulatur
    Werden Muskeln immer wieder zum Zusammenziehen angeregt – egal, ob durch körperliche Aktivität oder durch elektrische Impulse aus Elektroden – werden sie auf Dauer gestärkt. So wird bei EMS also die Muskulatur trainiert, ohne dass diese dafür viel bewegt werden muss.

    Dem EMS-Training wird von vielen Experten eine gute Wirksamkeit zum Aufbau von Muskelmasse, vor allem zur Stärkung der Rückenmuskulatur, und sogar zur Vorbeugung von Krankheiten bescheinigt. Darauf deuten zumindest erste Studien an verschiedenen deutschen Universitäten hin, auch wenn die Forschung auf diesem Gebiet – vor allem bezüglich der Langzeitwirkung – noch längst nicht abgeschlossen ist.

    Das EMS-Training gilt als sehr effizient und soll die Muskeln deutlich schneller wachsen lassen als normales Krafttraining.
    Dabei können die verschiedenen Muskelgruppen einzeln oder gleichzeitig trainiert werden. Außerdem soll man beim Training
    mit den Elektroden – viel besser als bei anderen Sportarten – auch die tiefen Muskelschichten erreichen können. Erste
    Effekte sollen sich bereits nach wenigen Sitzungen zeigen.

    EMS-Training: So gehts!
    Das EMS-Training kombiniert Reizstromimpulse über die verkabelte Funktionskleidung mit der gleichzeitigen Durchführung von Übungen. Zum Einsatz kommen hier Klassiker wie Situps und Kniebeugen, aber auch isometrische Halteübungen, also Anspannungsübungen. In der Regel werden jeweils vier Sekunden Stromfluss und Übungen mit vier Sekunden Pause abgewechselt.

    Ein Trainer zeigt, welche Übungen durchgeführt werden sollen und reguliert zudem gezielt den Stromfluss für jede Muskelgruppe. Üblicherweise sollte der Stromfluss im Körper keine Schmerzen verursachen, ein kribbelndes Gefühl gilt aber als normal.

    Quelle: www.gesundheit.de

    Der Hauptvorteil für unsere orthopädischen Patienten besteht darin, dass keine Gewichte zum Einsatz kommen, welche den noch nicht voll belastbaren Bewegungsapparat überlasten könnten.

    Die elektrischen Impulse erreichen auch die Rückentiefenmuskulatur, welche sonst nur ein aufwendiges und langes Training gestärkt werden kann.

    Insbesondere unseren Patienten mit Bandscheibenvorfall empfehlen wir nach der SpineMED-Dekompressionstherapie mindestens 10 EMS-Sitzungen einmal wöchentlich, bevor reguläre Physiotherapiebehandlungen zur weiteren Förderung der Rumpfstabilität begonnen wird.